Übung – Brand im Altenheim

ELW Rettungsdienst

Foto: O. Stöcker

Mit dem Einsatzstichwort BMA Alarm Groß alarmierte die Großleitstelle Oldenburger Land, am vergangenen Sonntag um 09:25 Uhr, unter anderem die Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst (ÖEL).

Einsatzort war das Altenpflegeheim Kückens an der Weserstraße 3 in Berne. Angenommen wurde dort ein Brand im 1. OG. Die Feuerwehren der Gemeinde Berne evakuierten zusammen mit den Pflegerinnen und Pflegern der Einrichtung die Patienten aus dem verrauchten Stockwerk.

Am südlichen Eingang der Pflegeeinrichtung wurden die Patienten von der Leitenden Notärztin gesichtet und zusammen mit dem Leiter der Patientenablage registriert. Im Anschluss an die Sichtung wurden die Patienten zum Behandlungsplatz verbracht. Der Behandlungsplatz wurde betrieben von der SEG (Schnell Einsatz Gruppe) des Landkreises Oldenburg Land, in diesem Falle das DRK Hude. Das DRK Hude rückte mit dem Gerätewagen Rettung, Gerätewagen Sanität, einem RTW  und diversen MTW an.

Einheiten des DRK Wesermarsch (Bereitschaft Brake, Elsfleth und Lemwerder) sowie die JUH Bereitschaft aus Stadland und Stedingen  besetzten insgesamt zwei RTW und zwei KTW. Zudem stellten sie eine Betreuungs- und eine Sanitätsgruppe.

Das THW aus Nordenham stellte die Führungsunterstützungsgruppe und leitete den Bereitstellungsraum. Um die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) zu unterstützen ist diese Komponente fest in der Alarm- und Ausrückeordnung verankert.

Die Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst rückt immer dann aus, sobald Einsätze eine erhöhte Koordination und Kommunikation an der Einsatzstelle erfordern, darunter zählen Massenanfälle von Verletzten/Erkrankten (MANV), Gefahrgutunfälle, Amoklagen und ähnliche Szenarien. Zu der ÖEL zählt immer ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL), ein Leitender Notarzt (LNA) sowie der Einsatzleitwagen Rettungsdienst (ELW). Bei erhöhtem Personalbedarf werden zusätzliche Einheiten alarmiert wie z.B. die Führungsunterstützungsgruppe des THW Nordenham oder mehrere OrgL und LNA.

Insgesamt wurden in dieser Übungslage 22 Patienten registriert, versorgt/behandelt, für den Transport vorbereitet und anschließend fiktiv transportiert. Um im Falle eines realen Einsatzes die richtigen Entscheidungen und Maßnahmen zu treffen, ist eine solche Brandschutzübung das richtige Training für alle Beteiligten.